Unbekanntes und Bekanntes aus der Wiener Klassik
Im Zentrum unseres Herbstkonzertes steht eine Oboe und ein Horn – kein Alp-, Jagd- oder Waldhorn sondern ein Englischhorn, wobei das Englischhorn eigentlich eine um eine Quinte tiefer gestimmte Oboe ist - also gar kein Horn. Elena Branno, unsere Solistin, spielt beides - und in unserem Konzert für viele Liebhaber der klassischen Musik vermutlich Unbekanntes: ein Oboenkonzert von L. Hofmann, und ein Englischhornkonzert von G. Ferlendis. Zu Unbekanntem gesellt sich Bekanntes: Eine Sinfonie von J. C. Bach und W. A. Mozarts meisterhafte Sinfonie Nr. 29 KV 201.
J. C. Bach, Ferlendis und Hofmann waren alle mit Mozart verbandelt: J.C. Bach lernte Mozart in London kennen, Ferlendis, ein berühmter Oboist, war zusammen mit Mozart an der Hofkapelle in Salzburg tätig (ihm widmete Mozart sein einziges Oboenkonzert) und für Hofmann arbeitete Mozart (unbezahlt) in der Hoffnung, dessen gutbezahlte Stelle als Kapellmeister am Stephansdom in Wien übernehmen zu können - was allerdings nicht funktionierte, weil Hofmann Mozart um etwa ein Jahr überlebte...