Von Oboen und Hörnern

Unbekanntes und Bekanntes aus der Wiener Klassik

Im Zentrum unseres Herbstkonzertes steht eine Oboe und ein Horn – kein Alp-, Jagd- oder Waldhorn sondern ein Englischhorn, wobei das Englischhorn eigentlich eine um eine Quinte tiefer gestimmte Oboe ist - also gar kein Horn. Elena Branno, unsere Solistin, spielt beides - und in unserem Konzert für viele Liebhaber der klassischen Musik vermutlich Unbekanntes: ein Oboenkonzert von L. Hofmann, und ein Englischhornkonzert von G. Ferlendis. Zu Unbekanntem gesellt sich Bekanntes:  Eine Sinfonie von J. C. Bach und W. A. Mozarts meisterhafte Sinfonie Nr. 29 KV 201. 

J. C. Bach, Ferlendis und Hofmann waren alle mit Mozart verbandelt: J.C. Bach lernte Mozart in London kennen, Ferlendis, ein berühmter Oboist, war zusammen mit Mozart an der Hofkapelle in Salzburg tätig  (ihm widmete Mozart sein einziges Oboenkonzert) und für Hofmann arbeitete Mozart (unbezahlt) in der Hoffnung, dessen gutbezahlte Stelle als Kapellmeister am Stephansdom in Wien übernehmen zu können - was allerdings nicht funktionierte, weil Hofmann Mozart um etwa ein Jahr überlebte...

Konzertprogramm

G. Ferlendis, Konzert für Englischhorn und Orchester in F-Dur
J. C. Bach, Sinfonie in D-Dur, op. 3 Nr 1 
L. Hofmann, Konzert für Oboe und Orchester in G-Dur
W. A. Mozart, Sinfonie Nr. 29, KV 201
 
Hochrheinisches Kammerorchester
Leonardo Muzii, Leitung
Elena Branno, Oboe und Englischhorn
 
Konzertdaten Herbst 2026:
31. Oktober, 20 Uhr, Dorfschüür in Würenlingen Tickets Würenlingen
1. November, 17.15 Uhr, Reformierte Kirche in Bad Zurzach Tickets Zurzach
 
 
 
Unsere Solistin: Elena Branno
 
Elena, 1999 in Neapel geboren, liess sich am Konservatorium «Perosi» in Campobasso zur Oboistin ausbilden. Ihre Ausbildung setzte sie an der Hochschule für Musik in Freiburg i Br. bei Lucas Macías Navarro fort, wo sie mit Bestnote abgeschlossen hat. In dieser Zeit wuchs bei ihr Interesse an alter Musik, was sie an Schola Cantorum Basiliensis brachte, wo sie bei Katharina Arfken den Umgang mit historischen Oboen erlernte. Dadurch ist Elena eine äusserts vielseitige und entsprechend gefragte Oboistin geworden: Als Orchestermusikerin und Solistin tritt sie sowohl auf modernen als auch auf historischen Instrumenten auf. Ihr Repertoire reicht vom Mittelalter bis zur Musik des 20. Jahrhunderts. Konzerttätigkeiten führten sie in die Schweiz, nach Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien.